Spuren eines Jahres – Fragmente am Horizont
Der Jahreswechsel steht bevor. Wie so viele andere blicke ich zurück auf das vergangene Jahr und wage zugleich einen Blick nach vorn – ins Ungewisse. Manche lassen los, was nicht mehr dienlich ist, andere schmieden Pläne, setzen sich Ziele oder träumen von neuen Möglichkeiten. Immer in der Hoffnung, das eigene Leben bewusster zu gestalten. Der Jahreswechsel ist für mich weniger ein Abschluss als ein Innehalten. Ein Moment, um zurückzuschauen und wahrzunehmen, welche Spuren das Vergangene hinterlassen hat und welche Fragmente einer Zukunft sich bereits am Horizont andeuten.
Für meine Kunst war dieses Jahr ein guter Anfang. Ich konnte einige meiner Werke über Artboxy digital ausstellen und bin besonders stolz auf die Teilnahme an der ArtExpo New York, sowie der ArtWeek in Miami. Eines meiner Bilder wurde im Louvre gezeigt – bislang ausschließlich digital, doch für mich bedeutet das bereits einen großen Schritt.
Für das kommende Jahr habe ich mir fest vorgenommen, auch in Präsenz auszustellen. Schon im Februar wird es so weit sein: Über den Valentinstag zeige ich ein Werk in der Weekend Gallery in Augsburg. Das Thema ist – wenig überraschend – Liebe. Weitere Ausstellungen sind bereits in Planung.
Bevor ich jedoch weiter in den Ausblick gehe, möchte ich noch beim Rückblick verweilen. In diesem Jahr habe ich meine Weiterbildung zur Kunstpädagogin abgeschlossen und durfte mehrere Projekte umsetzen, in denen ich meine Passion für die bildenden Künste weitergeben konnte. Die entstandenen Arbeiten der Teilnehmerinnen können sich sehen lassen und die Kursleitung hat mir große Freude bereitet.
Nicht nur ich selbst bin als Künstlerin ein Stück gewachsen – auch in meinem Umfeld ist eine Resonanz entstanden, die sich tragfähig anfühlt. Diese Begeisterung weiterzutragen, insbesondere an junge Menschen, ist auch ein Ziel für das kommende Jahr.
Im Laufe dieses Jahres hat sich zudem eine wichtige Essenz meiner künstlerischen Arbeit klarer herausgeschält: die mystische, emotional aufgeladene Dimension meiner Werke. Mich beschäftigen Landschaften – innere wie äußere –, die nicht nur Orte zeigen, sondern eigene Welten eröffnen. Räume, die zwischen Realität und Empfindung liegen, die etwas Unausgesprochenes in sich tragen und den Betrachter einladen, sich darin zu verlieren oder wiederzufinden. Diese Erkenntnis gibt meiner Arbeit zunehmend Richtung, auch wenn vieles noch im Prozess ist.
Ich könnte an dieser Stelle die klassischen Vorsätze aufzählen: Verkäufe, ein größerer Bekanntheitsgrad und ähnliche Ziele. Stattdessen möchte ich es konkret halten. Ein Wohnortswechsel beschäftigt mich zunehmend, da ich in meinem ländlichen Umfeld kaum Möglichkeiten habe, ein Atelier zu finden. Auch meine aktuelle Wohnsituation ist vom Schnitt her nicht ideal, um kreativ zu arbeiten. Das wird vermutlich die größte Herausforderung im kommenden Jahr.
Gleichzeitig habe ich mehr Klarheit über meine künstlerische Praxis gewonnen – auch wenn ich weiterhin auf der Suche nach meinem individuellen Stil bin und Serienproduktionen für mich noch Neuland darstellen. Doch auch das gehört zur Reise: mit jedem Schritt zu wachsen, learning by doing und durch Fehler zu lernen.
Weiterhin seid ihr eingeladen, mich auf diesem Weg zu begleiten.
Let’s see what will happen.
